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Heizen mit Holz

Brennholzkauf ist Vertrauenssache... und der Grundsatz “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser” steht in keinem Widerspruch dazu.

Ich nehme die häufigen Anrufe bei mir in der Geschäftsstelle des BuVBB zum dem Thema “Wie kann ich die korrekte Liefermenge kontrollieren?” heute zum Anlass, Ihnen als Verbraucher ein paar Tips zu geben.

Im Grunde ist alles ganz einfach, wenn Sie folgendes beherzigen:
Bestellen Sie ofenfertiges Brennholz, also fertige Scheite, immer in der Mengeneinheit, die Sie selbst überprüfen können. Das geht bei lose angeliefertem Holz nur in der Maßeinheit “Schüttraummeter oder Schüttkubikmeter”. Lehnen Sie jegliche Umrechnung von Festmeter oder Raummeter in Schüttmeter durch den Händler ab, denn es gibt keine genormte Umrechnungsformel. Lassen Sie sich nicht von den unzähligen Umrechnungstabellen im Internet beeinflussen!
Wir vom Bundesverband Brennholzhandel und -produktion e.V. unterstützen diese Praktiken nicht.
Ein seriöser Händler verzichtet auf Umrechnungen und ermöglicht Ihnen die Kontrolle bei der Anlieferung und erstellt sein Angebot und seine Rechnung entsprechend. Und die Kontrolle ist ganz einfach. Messen Sie das angelieferte Scheitholz einfach auf dem Transportfahrzeug nach, bevor es abgeladen wird. Das dauert nur wenige Minuten und wird von jedem seriösen Händler akzeptiert. Meine Skizze verdeutlich, wie Sie es selbst messen können.
BBB_Scheitholz_Mengeberechnug_10_16.inddRechnen Sie die Länge der Ladefläche mal die Breite der Ladefläche mal die mittlere Höhe des Ladegutes in Meter. Das Ergebnis ist die Ladung in Schüttraummeter bzw. Schüttkubikmeter.

Bestätigen Sie nur diese von Ihnen im Beisein des Fahrers gemessene Menge auf dem Lieferschein. Zahlen Sie die gelieferte Menge gemäß des Ihnen in der Maßeinheit Schüttraummeter oder Schüttkubikmeter gemachten Angebotes bzw. der Rechnung.

Kontrollieren Sie die Qualität des Holzes in jedem Fall bevor es abgeladen wird.
Sollten Sie Mängel am Holz feststellen, dokumentieren Sie diese auf dem Lieferschein und lassen Sie es sich vom Fahrer abzeichen. Nehmen Sie in diesem Fall die Lieferung nur unter ausdrücklichem Vorbehalt an.
Sollte die Qualität nicht den Qualitätsrichtlinien entsprechen, entscheiden Sie, ob Sie die Ware überhaupt annehmen oder die Annahme verweigern.
Die BuVBB-Qualitätsrichtlinien finden Sie unter diesem Link.

Im Übrigen finden Sie alle Mitgliedsbetriebe des BuVBB unter diesem Link, nach PLZ geordnet. Unsere Mitgliedsbetriebe garantieren Ihnen die Einhaltung der Qualitätsrichtlinien und bieten Ihnen die notwendige Transparenz über den gesamten Produktions-, Bestell- und Lieferprozess. Wir wollen, daß Sie rundum zufrieden sind.

Gerd Müller
Leiter der BuVBB-Geschäftstelle

(Vorteile / Brennwert / Heizwert von Kaminholz Brennholz)

Warum mit Kaminholz Brennholz heizen?

Kaminholz ist nicht nur ein preiswerter, sondern auch ein umweltfreundlicher Brennstoff.

Ein aufgesetzter Buchenholzstoß von einem Meter Länge, Breite und Höhe hat den gleichen Heizwert wie 230 Liter Heizöl. Im Vergleich dazu ist Holz aber um etwa 30% günstiger.

Weitere Vorteile sind:

  • Holzfeuer ist angenehm und wohltuend
  • Holz hat eine positive Ökobilanz und ist CO2 neutral
  • Der Vorrat fossiler Brennstoffe (Erdöl, Kohle) wird geschont
  • Holz ist regional schnell und nah verfügbar
  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
  • Die Lagerung von Brennholz ist ungefährlich und einfach
  • Trockenes Brennholz verbrennt schadstoffarm

Brennwert / Heizwert von Kaminholz Brennholz

Da Holz ein Naturprodukt ist, unterliegt sein Aufbau und seine Zusammensetzung immer gewissen Schwankungen, was sich auch auf den Heizwert auswirken kann. Der Heizwert kann massenbezogen - z. B. in Kilowattstunde pro Kilogramm (kWh/kg) - oder volumenbezogen - z. B. in Kilowattstunde pro Kubikdezimeter (kWh/dm³) - angegeben werden.

Beim Heizwert je Masseneinheit (kWh/kg oder MWh/t) spielt die unterschiedliche Dichte der Holzarten keine Rolle. Wichtig ist jedoch der Wasseranteil, er wird angegeben als Wassergehalt w% (Wassermasse bezogen auf Gesamtmasse) oder als Holzfeuchte u% (Wassermasse bezogen auf Trockenmasse), wobei ein Wassergehalt von 50 % einer Holzfeuchte von 100 % entspricht.

Der Heizwert von feuchtem Holz ergibt sich aus dem Heizwert der in ihm enthaltenen Trockenmasse, von welchem die Energie abgezogen werden muss, die zum Verdampfen des Wasseranteils benötigt wird. Diese beträgt 0,63 Kilowattstunden je Kilogramm Wasser.

Absolut trockenes Laubholz hat einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Der Heizwert von Nadelholz liegt mit 5,2 kWh/kg aufgrund der anderen chemischen Zusammensetzung des Holzes etwas höher.

Heizwerte von kammergetrocknetem Kaminholz mit einer Holzfeuchte von 20%

Hier können sie vergleichen welche Holzarten die besten Heizwerte pro kg und per Raummeter (Rm=gestapelte 1m Stücke) haben. Darüber hinaus wird noch eine Angabe gemacht, wieviel Liter Heizöl sie ca. mit welcher Holzart ersetzen müßten falls sie von Heizöl zu Kaminholz umsteigen möchten. Die Angaben unten beziehen sich auf eine Restfeuchte von kammergetrocknetem Kaminholz (ca. 20% HF).

Bitte beachten sie, dass sich der Heizwert deutlich reduziert (um 0,63 KWh /kg Wasser), wenn Holz mit höherer Restfeuchte verbrannt wird.


Holzart 20% HF Heizwert KWh /Rm (1m Stücke) Heizwert KWh /kg Zu ersetzende Menge Heizöl Liter/Rm
Eichenholz 2100 4,2 210
Buchenholz 2100 4,0 190
Robinienholz 2100 4,1 180
Ahornholz 1900 4,1 200
Birkenholz 1900 4,3 180
Ulmenholz 1900 4,1 180
Lärchenholz 1700 4,4 200
Kiefernholz 1700 4,4 180
Douglasienholz 1700 4,4 170
Erlenholz 1500 4,1 140
Fichtenholz 1500 4,5 140
Weidenholz 1400 4,1 130

* Holzarten

Wir verwenden ausschließlich Buche/teils Eiche zur Herstellung von kammergetrocknetem Kaminholz. Grundsätzlich finden jedoch verschiedenen Holzarten Verwendung. Zu unterscheiden ist hauptsächlich nach Heizwert, Brenndauer, und Nutzungskomfort (Flammenbild, Geruch u. Ä.).

Laub- bzw. Harthölzer haben pro Raummeter deutlich mehr Heizwert als Laubweichhölzer oder Nadelhölzer, nach Gewicht liegt aber der Heizwert bei Nadelholz etwas über dem von Hartholz. Nadelholz brennt gegenüber Hartholz schneller und unter Entwicklung höherer Temperaturen ab, dies ist im wesentlichen durch den höheren Harzgehalt begründet.

Für Heizzwecke ist meist eine langsamere, dafür nachhaltigere Wärmeentwicklung erwünscht, letztlich entscheidet der eingesetzte Anwendungszweck (Ofen) darüber, welche Holzarten sich besser eignen. In modernen Holzvergaserkesseln zur reinen Wärmegewinnung können durch die hochtemperaturige Verbrennung alle Brennholzarten ohne Einschränkung optimal genutzt werden.

Zum Heizen im offenen Kamin oder Kaminofen eignen sich insbesondere alle Laubharthölzer sehr gut als Energieträger. Laubhartholz brennt langsamer und anhaltender als Nadelholz, es bildet beim Verbrennen jedoch etwas mehr Asche (Wartung). So kommt in größeren Anlagen eher (billiges) Nadelholz zum Einsatz.

  • Nadelholz ist für Küchenöfen erwünscht, da es schneller brennt. Es eignet sich dazu, schnell Wärme zu erzeugen ("Hochheizen" eines kalten Ofens, direktere Regelung der Kochplattentemperatur). Es ist aber langflammiger und braucht daher mehr Flammraum und höhere Sauerstoffzufuhr. Daher sind Küchenöfen meist gänzlich anders konstruiert als Heizöfen.
  • Fichte ist ein relativ schnell an- und abbrennendes Holz, es eignet sich hervorragend zum Anbrennen. Häufig wird es auch in Grundöfen /Vergaserkesseln verwendet. In Europa ist Fichtenholz weit verbreitet und daher günstig zu erwerben. Für den offenen Kamin eignet es sich aufgrund der Harzblasen nicht, es "spritzt" Glut.
  • Tanne brennt ähnlich schnell wie Fichte, verursacht aber durch die geringere Ausprägung von Harzblasen deutlich weniger Funkenflug. Tanne ist das klassische Brennholz des Alpenraums für offene Herdfeuer, es ist aber kaum noch sortenrein zu erhalten.
  • Kiefer und Lärche sind - bei ähnlichen Brennverhalten - von weitaus besserer Qualität, spielen aber nur regional als Heizmittel eine Rolle.
  • Birke wird gerne für offene Kamine verwendet, da es im trockenen Zustand kaum Funkenflug verursacht und neben seinem schönen Flammenbild (hell, leicht bläulich) auch gut riecht. Birkenholz brennt ebenfalls relativ zügig ab.
  • Buche gilt als das klassische Kaminholz, da es ein schönes Flammenbild und gute Glutentwicklung bei gleichzeitig nahezu keinen Funken(spritzern) zeigt, zudem hat es einen sehr hohen Heizwert. Der Brennwert/Heizwert von Buchenholz wird oft als Referenzwert im Vergleich zu anderen Hölzern verwendet. Der Geruch von brennendem Buchenholz ist allgemein geschätzt, deshalb wird zum Räuchern von Lebensmitteln auch hauptsächlich Buchenholz verwendet. Buchenholz ist universal einsetzbar und liegt daher im oberen Preisbereich.
  • Weißbuche oder Hainbuche wird oftmals auch Buche genannt, ist jedoch eine eigene Holzsorte. Weißbuche ist auch getrocknet extrem schwer und hat daher bezogen auf das Volumen (ebenso wie Eiche) einen besonders hohen Brennwert. Weißbuche hat ein schönes Flammenbild, wenig Funkenspritzer und brennt sehr lange. Es ist besonders schwer zu sägen und zu spalten.
  • Eiche ist einsetzbar in allen Öfen (Kachelofen, Kaminofen, Werkstattofen), die tatsächlich der Wärmegewinnung dienen, für offene Kamine wird es nicht bevorzugt, da es zwar gut Glut, aber kein so schönes Flammenbild entwickelt. Der Heizwert ist noch etwas höher als der von Buche, und die Brenndauer ist unübertroffen. Eichenholz enthält relativ viel Gerbsäure, die bei unsachgemäßem Abbrand (zu geringe Luftzufuhr) Abgasrohre angreift (Versottung). Es ist daher für Öfen gut geeignet, jedoch nicht für offenen Kamine.
  • Esche hat einen ähnlichen Brennwert/Heizwert wie Buche und entwickelt das schönste Flammenbild. Es ist ideal für offene Kamine, da es ebenfalls kaum Funken spritzt. Eschenholz ist hart und zäh (leicht zu sägen aber schwer zu spalten) und dadurch ähnlich hochpreisig wie Buche.
  • Für den heimischen Ofen oder Kamin als Brennholz eher ungeeignet sind z. B. die Laubhölzer Pappel oder Weide. Die Pappel stellt aber im Anbau speziell für die Brennholzwirtschaft in Hybridsorten durch ihr enorm rasches Wachstum eine der ergiebigsten Holzarten dar, so wird deshalb z. B. in Großfeueranlagen mit kontrollierter Brennstoffzufuhr Pappel als Hackschnitzel bevorzugt genutzt.
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