Briketts vs. Brennholz

Brennholz und Holzbriketts » Was ist was?

Beide Brennstoffe bestehen zu 100 % aus Holz und verbrennen daher CO2-neutral. Brennholz muss nach dem Schlagen nur gespalten und auf Ofenlänge geschnitten werden. Bis es ausreichend getrocknet ist, vergehen dann allerdings ein bis drei Jahre.

Holzbriketts bestehen dagegen aus Holzabfällen wie Sägemehl und Sägespänen. Durch das Pressen mit hohem Druck liegt ihr Wassergehalt deutlich unter dem Scheitholz und auch ihre Dichte ist deutlich höher.

Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen Scheitholz und Holzbriketts?

Bei der Entscheidung zwischen klassischem Brennholz und Holzbriketts musst du diverse Faktoren berücksichtigen. Beide Brennstoffe haben ihre individuellen Vor- und Nachteile, die es sorgsam abzuwägen gilt. Hier erhältst du einen hilfreichen Überblick über die diversen Eigenschaften von Holzbriketts und Scheitholz.

1. Herstellung

Scheitholz ist ein echtes Naturprodukt, das lediglich zerkleinert und für die Trocknung gelagert werden muss.

Holzbriketts werden dagegen durch maschinelle Pressung aus Holzabfällen hergestellt. Dafür ist natürlich ein gewisser Energieaufwand nötig. Jedoch werden für Holzbriketts bei seriösen Anbietern keine Bäume gefällt und überflüssiges Holz wiederverwendet.

2. Lagerfähigkeit

Für einen optimalen Heizwert und niedrige Emissionswerte muss bei Scheitholz unbedingt die richtige Lagerzeit berücksichtigt werden. Frisch geschlagenes Nadelholz muss bei optimalen Bedingungen ein Jahr, Laubholz zwei bis drei Jahre gelagert werden. Erst dann kann es mit einer Restfeuchte zwischen 10 und 15 % problemlos verbrannt werden.

Eine Lagerzeit von mehr als fünf Jahren ist dagegen von Nachteil. Dann sorgen die natürlichen Abbauprozesse dafür, dass das Holz pro Jahr 3 % an Heizwert verliert.

Holzbriketts können dagegen in einem trockenen Raum beliebig lange gelagert werden, ohne dass sie an Brennwert einbüßen. Sind sie einmal mit Feuchtigkeit in Kontakt gekommen, sollten sie allerdings möglichst zügig verwendet werden.

Ein großer Vorteil von Holzbriketts gegenüber Scheitholz ist ihre kompakte Größe, dank der sie sich besonders komfortabel und platzsparend stapeln lassen. Für die gleiche Menge Brennholz benötigst du dreimal so viel Lagerplatz. Außerdem sind Holzbriketts eine sehr saubere Lösung und frei von Insekten und Ungeziefer.

3. Brenndauer und Brennverhalten

Holzbriketts zeichnen sich durch eine deutlich höhere Materialdichte als Scheitholz aus. Daher brennen sie im Ofen langsamer ab. Bei der Befeuerung mit Scheitholz musst du also deutlich öfter nachlegen – insbesondere dann, wenn du Weichholz verbrennst.

Auch fällt bei der Verfeuerung von Holzbriketts deutlich weniger Asche an. Der Anteil liegt bei den Presslingen lediglich zwischen 0,5 und 3 %.

In puncto Ambiente und Romantik hat dagegen Scheitholz die Nase vorn. Das Flammenspiel von Brennholz ist deutlich lebhafter als das von Holzbriketts und auch das typische Knistern und Knacksen im Ofen sorgt für eine behagliche Atmosphäre.